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Weniger Abfall im Haushalt - so machen wir es!

Gemäss OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist die Abfallmenge in der Schweiz pro Kopf seit Anfang der 90ern gestiegen. Vieles hat sicher mit Achtlosigkeit und auch Faulheit zu tun, denn wird uns alles vorgesetzt: Plastiksäcke zum Einpacken von Obst und Gemüse, in Plastik eingeschweisste Nahrungsmittel, Plastiktüten zum Einpacken seiner Einkäufe und so weiter. Natürlich gibt es nicht nur Plastik, doch gehört dieser zum grössten Teil zu den nicht wieder recycelbaren Kunststoffen auf unserem Planeten. Und während die Schweiz zu den europäischen Ländern gehört, in welchem mitunter am meisten Abfall produziert wird, steigt der jährliche Plastikmüll, der unter anderem im Meer landet. Ein erst kürzlich im Internet gezeigtes Video aus der Dominikanischen Republik zeigt unter anderem das schreckliche Ausmass.


Doch wenn mir eines am Herzen liegt, dann ist es das Tierwohl und auch das (zukünftige) Leben meines Kindes. Ich möchte, dass später nicht nur noch genügend Ressourcen vorhanden sind, sondern auch Dinge, welche wir heute als gegeben ansehen wie etwa frische Luft, duftende Blumen und sauberes Wasser. Nicht nur, dass ich mein Kind dazu erziehe, dass sie Abfall stets in die Abfalleimer zu schmeissen hat, sie merkt auch bereits jetzt schon, was man noch alles tun kann. Nach dem Motto „Aktion gleich Reaktion“ sind wir als Eltern ihre Vorbilder und hier habe ich einige Tipps, wie wir das in unserer Familie mit dem Abfall und auch dem Plastik in den Griff bekommen haben.


Es ist nichts Neues, das man anstelle von Plastiktaschen auf Stofftaschen zum Einkaufen zurückgreifen sollte. Ich habe hier drei Stofftaschen, die ich seit Jahren verwende und selbst die grösseren Einkaufsläden sind bereits umgestiegen. Sie haben anstelle von Plastiktaschen Papiertaschen im Angebot und dies selbst für deren Obst, Gemüse und Brot. Trotzdem hängen oftmals noch die kleinen Plastiktüten neben den Obst- und Gemüseständen, damit man diese abwiegen kann. Hier habe ich einen ganz einfachen Trick, diese nicht zu verwenden: Loses Obst und Gemüse wiege ich immer ohne Tüten ab und lege es dann in die Stofftasche, während ich die Zettel auf die Hinterseite meines Einkaufszettels klebe. So kann ich sie (wenn ich keinen Selbstscanner benutze) an der Kasse vorzeigen und die Kassiererin kann diese einscannen. Hat man kleineres Obst, welches schnell in der Stofftasche zerdrücken kann wie etwa Kirschen, kann man diese auch lose abwiegen und dann in einen mitgebrachten Behälter verstauen. Wenn wir nämlich noch etwas an Kunststoff daheim haben, dann wiederverwendbare Tupperware.



Dass man Behälter und Becher in die Läden mitbringen kann, ist aber auch nichts Neues. Viele Läden und auch Coffeeshops bieten diesen (Selbst-)Service sogar an. So kann man zum Beispiel bei der Bachmann Confiserie seinen eigenen, wieder verwendbaren Becher mitbringen und mit Kaffee auffüllen lassen. Einen solchen Becher gibt es dort übrigens auch zu kaufen. Das Gute ist, dass man ihn immer wieder abwaschen und mitnehmen kann. So handhabe ich es im Übrigen auch mit dem Besteck. Das Plastikbesteck, welches angeboten wird, nehme ich sehr ungern. Wenn ich daher weiss, dass ich mir etwas zu Essen hole, habe ich immer eine Edelstahl-Gabel oder einen -Löffel mit dabei.



Was ich überdies auch gerne mache und sicher für den einen oder anderen ominös klingt, ist das Wiederverwenden von Strohhalmen. Es gibt jene aus Edelstahl, doch lassen sich selbst jene aus Plastik wiederverwenden. Dafür benötigt man die etwas dickeren Strohhalme aus recycelbarem Plastik, welche man auch in die Geschirrspülmaschine packen kann. Jene Strohhalme, welche ich zu Hause habe, habe ich schon seit Jahren und sind nach wie vor im Einsatz.



Auch greifen wir gerne auf Produkte aus der Region zurück. So warten wir immer auf das Obst und Gemüse von den regionalen Bauern, welche zu den jeweiligen Jahreszeiten angeboten werden. Damit unterstützen wir nicht nur die Schweizer Bauern, sondern essen auch die Lebensmittel, welche keine langen Wege zu uns in die Schweiz zurücklegen mussten.



Bezüglich der Kleidungsstücke sortieren wir immer jene aus, die entweder zu klein geworden oder irreparabel kaputt gegangen sind. Diese sammeln wir dann in Tüten und geben diese bei H&M ab. Dort werden diese gesammelt, um sie letztlich zu recyceln. Das Besondere ist, dass man für jede abgegebene Tüte einen Gutschein für seinen nächsten Einkauf bei H&M erhält. So tut man etwas Gutes und erhält im Gegenzug auch etwas Gutes!



Wenn es um Kosmetika geht, habe ich meine Favoriten. Doch eine Marke ist mir besonders ans Herz gewachsen, da diese sich aktiv für die Umwelt und gegen zu viel Abfall einsetzt. Die Rede ist von LUSH. Ihre Produkte werden weder an den Tieren getestet, noch enthalten sie Chemikalien. Sie haben sogar viele vegane Produkte und auf ihr berühmtes „Breath of fresh air“ schwöre ich seit Jahren. Es ist ein veganer Gesichtstoner, der meine müde Haut morgens munter macht und am Abend das restliche Make-up noch einmal gründlich entfernt. Auch für Kinder haben sie viele, tolle Produkte und man erhält diese immer in recycelbaren Materialen, in Papier eingepackt oder gänzlich ohne Verpackung. Eine Marke mit Statement und Engagement, da steh ich drauf!



Kunststoff ist bekanntlich nicht gleich Kunststoff, doch es gibt einen medizinischen Kunststoff, den ich empfehlen kann. Und zwar benutze ich seit Jahren die bekannten Ladycups. Es sind Menstruationstassen, welche bis zu 10 Jahre wiederverwendet werden können und frei von Weichmachern und PVC sind. Man gebraucht sie während der Menstruation, um das Blut aufzufangen. Hierbei muss man sie nur regelmässig leeren und die Tasse säubern. So entgeht man dem üblen Geruch aus den Mülleimern sowie der Anhäufung von zu viel Müll wie Tampons und Binden. Man spart Geld und tut der Umwelt gleichzeitig etwas Gutes.



Egal was man macht, jeder kann etwas für unsere Umwelt tun. Nicht nur für uns, sondern auch für die Zukunft unserer Kinder. Und selbst die kleinsten Dinge können schon etwas bewirken, denn wenn niemand etwas machen würde, wären wir alle nachlässig und gedankenlos. Wenn man also bereits in der Familie beim Abfall sparen kann, sollte man dies wirklich tun. Zum Beispiel beim Verzicht auf Frischhaltefolie und Alufolie. Seit einem Jahr verzichten wir nun auf diese und vermissen sie gar nicht, denn es gibt zig andere Möglichkeiten, seine Lebensmittel frisch zu halten und auch zu verstauen.


Hinweis

Dieser Blogbeitrag wurde nicht gesponsert, obwohl einige Unternehmungen angegeben oder gezeigt wurden. Dies geschah aus eigenem Wille ohne Verpflichtung!