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Mama muss ins Spital! Tipps, seinem Kind zu helfen.

Aktualisiert: Feb 7

Wenn ein Familienmitglied ins Krankenhaus muss, ist es für alle Angehörigen schwer. Vor allem, wenn ein Elternteil ins Krankenhaus muss und die Kinder damit zurechtkommen müssen. Auch kleine Kinder können die Absenz mitbekommen und unter der Trennung leiden. Und obwohl jeder Mensch, so auch jedes Kind, anders mit solch einer (neuen) Situation umgeht, glaube ich fest daran, dass dies ein Kind prägt. Auch unserem Kind erging es so.


Nachfolgend gebe ich deshalb gerne einen kleinen Einblick, was wir gemacht haben, um unserem Kind zu helfen.



Tipp 1: Involvieren

Als ich Anfang des Jahres ins Krankenhaus musste, war meine Tochter noch fünf Jahre alt. Sie stand 1 ½ Monate vor ihrem sechsten Geburtstag und hat natürlich alles mitbekommen. Wir für unseren Teil wollten (und wollen immer noch) ehrlich sein. Letztlich sind Kinder nicht dumm! So haben wir versucht, ihr weiterhin das Gefühl zu geben, dass wir da sind und sie nicht alleine lassen werden. Wir haben viel mit ihr geredet, trotzdem hat sie oft geweint und war anfänglich sehr anhänglich. Ein Grund, warum sie mich im Krankenhaus besuchen durfte. Mit diesem Involvieren wollte ich erreichen, dass sie sieht, dass ich „noch da bin“ und dass es mir jeden Tag etwas besser ging.


Tipp 2: Unterstützen

Auch zu Hause muss ein Kind das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit haben. Eltern sind dafür verantwortlich, Kinder nicht mit ihren Gefühlen und Gedanken alleine zu lassen und ihnen auch in solch einer schweren Zeit beizustehen. So hat mein Kind in meinem Bett geschlafen, als ich nicht da war und sie durfte auch meine Kleider tragen, um mich ganz nah bei sich zu spüren. Das durfte sie auch noch alles, als ich wieder zu Hause war.


Ihre Anhänglichkeit schlug jedoch oftmals nahtlos in eine Ablehnung mir gegenüber um. So schrie sie mich auch auf offener Strasse an, „dass sie mich hasst“ und „ich nicht mehr ihre Freundin sei“. Ich nahm diese Ausraster nie persönlich und merkte schnell, dass sie überfordert war. Sie war sauer auf mich, dass ich sie alleine liess, obwohl ich gar nichts dafür konnte. Dies war jedoch ein Grund für mich, noch mehr für sie da zu sein!


Und so oft ich kann, nehme ich sie in die Arme und flüstere ihr zu, dass ich da bin und sie lieb habe.


Tipp 3: Da sein

Wo sie ist, da bin ich auch. Natürlich vorausgesetzt, es ist mir möglich. Doch ich begleite sie zum Kindergarten, sitze in der eiskalten Sporthalle und schaue ihr beim Eislaufen zu oder hole sie vom Hort ab. Es gibt ihr die Bestätigung, dass ich für sie da bin.


Hier muss ich anmerken, dass wir uns sehr nahestehen. Dies, weil ich seit der Geburt immer für sie da bin und dies auch weiterhin werde. Und zwar so lange, wie es mich geben sollte!


Tipp 4: Helfen

Besonders wenn man keine Familie in der Nähe hat, ist es wichtig, andere Bezugspersonen des Kindes einzubeziehen. Nicht nur, damit sie Bescheid wissen, sondern auch, damit sie ein Auge auf das Kind haben. Vielleicht haben diese Personen auch noch ein paar Tipps. So haben wir nebst den Kindergartenlehrpersonen auch mit der Kinderärztin unseres Kindes gesprochen. Besonders Letztere kennt unser Kind seit ihrer Geburt und hatte noch ein paar gute Tipps, wie unter anderem Kinderbücher mit dem Kind anzusehen. Hier gibt es einige zum Thema Kranksein oder wenn ein Elternteil ins Krankenhaus muss. Ein solches Buch ist zum Beispiel „Ein Koffer voller Mamamomente. Mama muss ins Krankenhaus!“ von Anja Freudiger (ISBN: 978-3867391498). Dieses habe ich mit meiner Kleinen oft angesehen und noch heute blättern wir ab und an in diesem.



Nun darf man nicht erwarten, dass Kinder immer offen über ihre Gefühle sprechen, letztlich sind vor allem Kleinkinder noch zu jung für derartige Artikulationen. Doch ich merke bei meinem Kind schnell, was sie interessiert und worüber sie sprechen will. Ich setze sie jedoch nie unter Druck, sondern achte vor allem auf ihre Äusserungen und ihr Verhalten.


Und sind wir ehrlich: Wir Eltern kennen unsere Kinder am besten und wissen gut, was sie brauchen. Falls man das aber mal nicht weiss (oder auch grundsätzlich nicht mehr weiter weiss), dann sollte man sich Hilfe holen. Das kann auch ein Therapeut oder Psychologe sein. Kinder wie Eltern sollen und dürfen in solchen Situationen nicht alleine bleiben. Da ist es auch egal, was andere Menschen sagen. Braucht man Hilfe, so sollte man sich die Hilfe holen und nehmen, die man benötigt!


Tipp 5: Stärken

„Kratz“, so nennt meine Tochter meine Narbe am Kopf.


Diese will sie ab und an sehen, um mir dann die Bestätigung zu geben, dass alles in Ordnung ist. Diese Bestätigung braucht auch sie und ich habe kein Problem damit, ihr diese zu geben. Für sie ist es wichtig zu sehen, wie es mir geht und sie freut sich, wenn sie mir sagen kann, dass alles okay ist. Ich nehme meine Tochter auch mit zum Arzt. Noch heute habe ich Untersuchungen und wenn mir beispielsweise Blut abgenommen wird, so hat sie grosse Freude, mir dabei die Hand zu halten.



Weitere Informationen sowie Tipps findet Ihr in meinem eBook. Bitte beachtet an dieser Stelle, dass alle Angaben - auch in diesem Blogbeitrag - ohne Gewähr sind und jeder Mensch und damit auch jedes Kind individuell ist und man auf die Bedürfnisse eines jeden Menschen individuell eingehen muss.


Doch jetzt entschuldigt uns! Die Herbstferien haben begonnen und in diesen werden wir es uns richtig gut gehen lassen.


Auch Euch wünschen wir eine ganz schöne Herbstzeit! 💛

Alles Liebe, Eure Anne