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Für mehr Realität im Kinderzimmer

Aktualisiert: Nov 12

In vier Wochen feiern wir den 1. Advent. Und das bedeutet auch, dass wir uns bereits Gedanken über das diesjährige Weihnachtsfest machen müssen und was wir unseren Kindern schenken werden. Auch ich mache mir bereits darüber Gedanken. Und ich weiss, dass ich mich glücklich schätzen kann, ein gesundes Kind haben zu dürfen. Leider hat nicht jede Familie dieses Glück und es gibt viele Kinder mit Beeinträchtigungen. Sei es, dass sie diese seit ihrer Geburt, durch eine Krankheit oder einen Unfall bekommen haben.


Es gibt aber auch viele Eltern, welche beeinträchtigt sind und die Kinder wachsen damit auf. Ich gehöre dazu und meine Tochter wächst nun mit der Selbstverständlichkeit auf, dass ich Hörgeräte trage. Manchmal erinnert sie mich auch an diese, was äusserst rücksichtsvoll von ihr ist.

Aber das Schöne ist ja, dass immer mehr Wert auf Diversity gelegt wird, also auf Vielfalt. Und so gibt es immer mehr Spielzeughersteller, welche ihre Produkterange erweitern. Denn sind wir ehrlich: So vielfältig wie das Leben ist, so vielfältig sollte auch das Spielzeug sein. Dabei soll natürlich der Spass für die Kinder an erster Stelle stehen, doch auch die Akzeptanz, mit solch einer Vielfältigkeit aufwachsen zu können. Denn was Kinder daraus lernen können ist, dass solch eine Vielfalt selbstverständlich ist und man dieser mit Verständnis, Empathie und Respekt entgegentreten sollte. Egal, ob es einen selber betrifft oder einen Mitmenschen.


Wir sind alle verschieden und damit einzigartig, egal wie gross, klein, dick oder dünn wir sind. Und es spielt auch keine Rolle, welche Hautfarbe man hat, ob man im Rollstuhl sitzt oder Hörgeräte trägt. Und letztlich liegt es an uns Erwachsenen, wie wir damit umgehen und welche Werte wir unseren Kindern mit auf den Weg geben – gern auch mit Spielzeug.



So gab es einmal eine Elternfacebookgruppe, welche sich „Toy like me“ genannt und darauf aufmerksam gemacht hat, dass es einfach zu wenig Spielzeug gibt, welche Beeinträchtigungen aufzeigen. Mit über tausend Likes für ihren Aufruf wurden auch Spielzeughersteller auf diesen Aufruf aufmerksam und einige erfüllten die Wünsche der Eltern sogar.


Eine dieser Unternehmung war die Makies Toy Company*, welche ihr Sortiment um drei Puppen erweiterte: Eine Puppe mit einer Gehbehinderung, eine Puppe mit einem Brandmal im Gesicht und eine Puppe mit Hörgeräten.


Auch die bekannte Lammily-Puppe des englischen Künstlers Nickolay Lamm begeistert bereits seit 2013 Eltern wie auch Kinder. Die Puppe ist das Pendant zur klassischen Barbie, aber mit Rundungen und Makeln wie etwa Dehnungsstreifen und Akne.



Via dem deutschen Online Shop Tolimoli sind Puppen mit Down Syndrom erhältlich. «Lotte» oder «Theo» sind süsse Puppen in Biokleidern und sollen dazu beitragen, dass nicht nur eine Integration in den Kinderzimmern stattfindet, sondern sogar in sozialen Einrichtungen und Wartezimmern von Ärzten.

Doch es gab auch Produkterweiterungen bei Mattel und LEGO.


Während ich in den 90ern mit unter anderem den Cabbage Patch Babies aufgewachsen bin, unter welchen es auch afroamerikanische und asiatische Puppen hatte, gab es diese auch bereits bei Mattel. 2017 jedoch lancierte die Marke ihre erste muslimische Barbie und schliesslich 2019 eine Barbie im Rollstuhl.

Selbst bei Playmobil und LEGO gibt es Spielfiguren in allen Hautfarben und sogar Spielfiguren im Rollstuhl. Und seit August 2020 befindet sich im Spielset «LEGO City 60271 Stadtplatz» eine Spielfigur mit Hörgeräten. Und auch in der realen Welt setzt sich die LEGO Gruppe bzw. die LEGO Foundation für mehr Inklusion ein. So haben sie bereits mit ihren Anleitungen für blinde Kinder und den Braille Steinen grosses Interesse gezeigt.

Die Spielfigur mit den Hörgeräten ist nun ein weiterer Schritt.


Das erfreut natürlich viele Eltern (wie mich) und nun bleibt zu hoffen, dass noch mehr Spielzeughersteller auf diesen Zug aufspringen und es einzelne Spielfiguren, wie jene mit den Hörgeräten von LEGO, bald auch ausserhalb von den Spielsets erhältlich sind.


Für mehr Diversity, Integration und letztlich auch Realität im Kinderzimmer und für unsere Kinder! 👍


Eure Anne

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Hinweise:


*Die Firma gibt es leider seit 2015 nicht mehr, doch kann man sich die Puppen mit Hilfe eines 3D-Druckers anfertigen lassen. Weitere Infos findet man hier.


Fotoquellen:

Foto 1: Privataufnahme

Weitere Fotos: Verlinkte Webseiten**


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