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Die schönsten Kinderbücher

Aktualisiert: 18. März 2019

Lesen ist etwas Tolles! Und wenn es um Kinderbücher geht, werde selbst ich wieder zum Kind. Es gibt so viele schöne Bücher, sei es alte Versionen wie auch Neuauflagen bis hin zu Neuerscheinungen. Und ab und an kaufe ich Kinderbücher, weil ich selber gerne in diesen herum schmökere. Die Liste an schönen Kinderbüchern ist demnach aber sehr lang, doch habe ich mir einmal einige Kinderbücher herausgesucht, welche unsere persönlichen Favoriten sind.

Starten wir mit einem Lieblingsbuch von Laney. Dieses heisst „Mog, der vergessliche Kater“ und ist von Judith Kerr. Judith Kerr ist gebürtige Deutsche, musste aber mit ihrer Familie fliehen, als Hitler 1939 in Deutschland an die Macht kam. Er versprach seine Taten umzusetzen, welche sich gegen die Juden richtete. Das beinhaltete auch die ein Reiseverbot und die Abgabe der Reisepässe aller Juden. Alfred Kerr, ein angesehener und bekannter Theaterkritiker aus Berlin und Vater von Judith und ihrem Bruder, erkannte die Gefahr und flüchtete mit seiner Familie erst in die Schweiz, dann nach Frankreich und letztlich nach England. Ihre Erlebnisse schilderte sie im Kinderbuch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, welches das erste Mal 1971 veröffentlicht und zum Bestseller wurde. Bei diesem Kinderbuch blieb es aber nicht und sie veröffentlichte ihr ebenso weltbekanntes Kinderbuch „Ein Tiger kommt zum Tee“ und Laneys Lieblingsbuch „Mog, der vergessliche Kater“. In diesem schildert Judith Kerr die Familie Thomas, die einen ziemlich vergesslichen Kater als Haustier haben, mit dem man aber mehr Mitleid hat, als ihn für seine Tollpatschigkeit zu bestrafen.


Ein Buch, welches ich als Kind geliebt habe, ist das Kinderbuch „365 Geschichten“. In diesem Buch sind 365 kleine Geschichten beinhaltet, welche man den Kindern an jedem Tag vorlesen kann. Diese sind durch die einzelnen Daten vom 01. Januar bis 31. Dezember gekennzeichnet und machen selbst mir heute noch Spass, diese nun meinem Kind vorzulesen, da die Geschichten genau richtig sind für Gute-Nacht-Geschichten – nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang.


Wenn es um Literatur geht, sollte man definitiv über den Tellerrand schauen. Dies gilt auch bei Kinderbüchern, denn es gibt zig tolle Märchen aus anderen Ländern. Ebensolche sind im Buch „Meine afrikanischen Märchen“ von Nelson Mandela enthalten. Dort erfährt man, warum Affen so lange Arme haben oder welche Sagenwesen in Afrika ihr Unwesen treiben.




Auch englische Bücher haben ihren Reiz und obwohl ich diese Laney übersetzt vorlesen oder ihr einfachheitshalber die Geschichte anhand der Bilder erzählen muss, macht es trotzdem viel Spass andere Schriftsteller zu entdecken. Auch welche, die bei uns noch kein Buch veröffentlicht oder übersetzt haben. Solch eine Autorin ist Jen Campbell, die im letzten Jahr ihr erstes Kinderbuch veröffentlicht hat. „Franklin’s Flying Bookshop“ heisst dieses und handelt von einem Drachen, der ein grosser Bücherwurm ist. Gerne würde er den Menschen seine Bücher zeigen und vorlesen, doch diese haben Angst vor ihm. Als er eines Tages auf das kleine Mädchen Luna trifft, hilft sie ihm, den Menschen näher zu kommen. Das Kinderbuch ist wirklich süss gemacht, nicht nur vom Text her, sondern auch von den Illustrationen. Und bei diesem Buch lernen die Kinder auch etwas Wichtiges: Man muss keine Vorurteile haben!



Auch um Vorurteile geht es im Buch „Steinsuppe“. Denn eines Tages kommt ein Wolf in ein Dorf und klopft an die Tür eines Bewohners. In dem Dorf wohnen nur Tiere und so bittet der Wolf, dass sich die Tiere versammeln und einen gemeinsamen Abend verbringen. Er wiederum möchte ihnen dafür eine Suppe kochen. Natürlich vermutet man als Leser sofort einen Hinterhalt – vor allem wir als Erwachsene. Doch die Geschichte geht ganz anders aus und ist eine tolle Botschaft für den gesunden Menschenverstand.



Ebenso reizend geschrieben wie illustriert, ist die (englische) Geschichte „How To Make Friends With A Ghost“. In diesem Kinderbuch beschreibt man die lebenslange Freundschaft zwischen einem kleinen, einsamen Mädchen mit ihrem Geist und was sie so alles erleben. In dem Buch steht die Freundschaft an erster Stelle, doch ebenso die Freude am Leben.



Letztes Jahr entdeckt, hat mich die wirklich süsse Idee von Tom Booths Buch „Bloss nicht blinzeln!“ Es ist nicht nur ein Lese- und Bilderbuch, sondern auch ein Mitmachbuch. In dem Buch interagiert die Hauptprotagonistin mit den Lesern und immer mehr Tiere kommen hinzu. Sie spielen (gemeinsam mit dem Leser) das Spiel „Nicht blinzeln!“ Zum Schluss fragen sich alle, wer wohl geblinzelt und damit auch verloren hat. Eine wirklich süsse Idee!



Apropos Mitmachbuch: An dieser Stelle darf ich mein neues Kinderbuch mit in diesen Blogbeitrag reinschmuggeln. Am 04. Mai 2018 kam „Gardi und der Hexenzirkel“ auf den Markt und ist der erste Band einer Reihe rund um ein kleines Mädchen und die Schweizer Sagen. Als Gardi von ihrer Mutter nämlich in den Bireggwald mitgenommen wird, ist Gardi erst gar nicht begeistert. Doch dann trifft sie dort auf das Herdmanndli Filzli, das ihr den Zauberwald und den dort tagenden Hexenzirkel zeigt. Denn etwas Furchtbares ist geschehen: Ein kleiner Junge ist verschwunden und man vermutet, dass der böse Türst dahintersteckt. Gardi merkt schnell, dass der Wald gar nicht so langweilig ist, wie sie erst gedacht hat, denn dort leben viele Fabelwesen. So macht sie sich mit Filzli auf die Suche nach dem Jungen, und als sie ihn tatsächlich finden, lauert ihnen der Türst auf. Nur Lindwurm Lavendarus kann ihnen jetzt noch helfen! Und das Besondere an dem Buch ist, dass es neben einem Lese- auch ein Malbuch ist. Die in dem Buch enthaltenen Illustrationen können von den Kindern mitgestaltet werden. So können sie noch tiefer in die Geschichte eindringen und sich kreativ ausleben. Der zweite Teil ist übrigens momentan in Bearbeitung und kommt im Frühling 2019 auf den Markt.



Während die Hauptfigur Gardi in meinem Buch durch die Schweiz und die Schweizer Sagen reist, reist „Nils Holgersson“ mit den Wildgänsen durch Schweden. Das Buch war für den Geographieunterricht geschrieben worden, ehe es weltberühmt wurde. Und zu Recht hat Selma Lagerlöf als erste Frau den Literaturnobelpreis dafür erhalten. Es ist eine bezaubernde Geschichte rund um den draufgängerischen Nils, der von einem Wichtel in einen ebensolchen verwandelt wird und mit seiner Hausgans auf Reisen durch Schweden mit den vorbeiziehenden Wildgänsen geht und dabei so manches Abenteuer erlebt.



Das wohl bekannteste Werk von Antoine de Saint-Exupéry ist das Kinderbuch „Der kleine Prinz“, in welchem der kleine Prinz auf Reisen geht und dabei sehr unterschiedliche Menschen kennenlernt. Dabei trifft er auf sehr eigenwillige, wenn nicht sogar unsympathische Charaktere. Das Buch zeigt auf, womit wir Erwachsene uns eigentlich tagtäglich herumschlagen und dabei das Wesentliche aus den Augen verlieren: Die Zeit. Zeit für die schönen Dinge im Leben! Und auch, wenn ich mich wiederhole, ist es ein ebenso reizendes Kinderbuch, das an manchen Stellen zum Schmunzeln einlädt, aber auch zum Nachdenken anregt. Und das Buch wurde nicht nur durch Saint-Exupéry geschrieben, sondern auch illustriert.



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