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5 Ideen in Quarantäne [für Gross & Klein]

Die derzeitige Situation ist neu für uns alle. Viele von uns bleiben deshalb zu Hause – für unsere Sicherheit, aber auch die unserer Mitmenschen.


So betrifft Covid19 nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder. Zwar ist bekannt, dass vor allem chronisch kranke Menschen und ältere Personen betroffen sind, doch Kinder könnten den Virus übertragen. Seit letzter Woche wurde deshalb vom Bund beschlossen, dass alle Schulen in der Schweiz vorläufig bis zum 19. April 2020 geschlossen sind. Da ist viel Durchhaltevermögen, Taktgefühl und Kreativität von Klein und Gross gefragt.


Vielleicht habe ich deshalb auch ein paar Tipps für Euch. Und ich weiss, momentan spriessen die Ideenbeiträge via Blogs und Vlogs wie Pilze aus dem Boden. In diesem Blogbeitrag soll es aber einfach um fünf Ideen gehen, mit welchen Ihr Euch mit Eurer Familie die Zeit während der Quarantäne vertreiben könnt, aber auch die Kinder im Auge und im Griff behaltet.


Idee 1: Let’s play a game!


Viele Schulkinder bekommen von ihren Lehrern zur jetzigen Zeit Hausaufgaben auf, welche sie im Homeschooling erarbeiten müssen. Einige Kinder müssen sich sogar zu Präsenzzeiten von zu Hause aus auf einer Seite einloggen und mit den Lehrern chatten. Für alle, die kleinere Kinder haben, sind die Ideen aber schnell aufgebraucht. Das „Häschen-in-der-Grube-Spiel“ wurde bereits fünf Mal hintereinander gespielt und man möchte auch nicht zum zehnten Mal die Barbie umziehen oder die Legos zusammenstecken. Hier ist also schon einmal Kreativität gefragt.


Wie wäre es also, wenn man mit den Kindern einfach ein eigenes Spiel erfindet?


Nebst dem Einbeziehen der Kinder, kann man auch zusammen nachdenken, Ideen sammeln, malen, basteln und seiner Phantasie freien Lauf lassen. Ein Spiel habe ich Euch mal vorbereitet und ich nenne es ganz simpel „Der Wolf ist los!“


Ihr benötigt hierfür 100 Karten, welche Ihr aus Papier in kleine Vierecke ausschneiden könnt und wie folgt aufteilt:


10 Schafe

10 Kühe

10 Schweine

10 Pferde

10 Hühner

20 Wölfe

20 Hunde

10 Hirten


Diese Figuren malt Ihr mit Euren Kindern auf die Vierecke und je eine Figur auf eine Karte. Ihr könnt die Karten und so auch die Figuren darauf so unterschiedlich gestalten, wie Ihr und Eure Kinder es gerne möchtet. Egal, ob simpel oder knallbunt, Eure Kinder helfen sicher gerne dabei.


Nun geht es zum Spielablauf:


Die Karten werden mit dem Bild nach unten auf den Tisch gelegt und gemischt. Dann fängt ein Spieler an und nimmt eine Karte. Dabei sagt er laut, was sich auf der Karte befindet. Wenn er eine Karte gezogen hat, auf denen sich ein Schaf, eine Kuh, ein Schwein, ein Pferd oder ein Huhn befindet, dann darf der Spieler die Karte behalten und eine weitere Karte aufdecken. So lange, bis er eine Karte aufdeckt, an denen er seine bereits aufgedeckten Karten verliert. Deckt er nämlich einen Hirten auf, darf er das Schaf, die Kuh, das Schwein, das Pferd oder das Huhn zwar behalten, aber der nächste Spieler ist dran. Wird eine Karte mit einem Hund aufgedeckt, so muss der Spieler eine Runde aussetzen. Die Karte wird dann gesondert bei Seite gelegt und er darf seine bereits gezogenen Karten behalten.


Doch Vorsicht: Der Wolf ist hinter den Tieren her! Deckt also ein Spieler einen Wolf auf, dann muss er die Karte gesondert hinlegen. Jene Karten, welche er in diesem Spielverlauf aufgedeckt hat, muss er aber dem Wolf übergeben. Diese Karten hat er dann verloren und dürfen nicht auf seinen Sammlerstapel, wo sich bereit die anderen Schafe, Kühe, Schweine, Pferde oder Hühner befinden. Auch dürfen die Karten (von den Tieren, inklusive dem Wolf) nicht wieder im Spiel eingesetzt werden.


Gewonnen hat letztlich der, der die meisten Tiere (Schaf, Kuh, Schwein, Pferd, Huhn) gesammelt hat.


Das Spiel ist für 2 – 6 Spieler gedacht und anfangen darf der jüngste Mitspieler.

Bei diesem Spiel gibt es kein Spielbrett und keinen Würfel. Es ist jedoch durch die Karten ideal für kleine Kinder. Es ist ein erstes Erlernen eines Spieles, so auch der Sprache, denn wer eine Karte aufdeckt, muss die jeweiligen Bilder benennen (z. B. „Schaf“). So fördert das Spiel die Motorik und Sprache der Kinder.



Und das Spiel funktioniert übrigens auch mit jeweils anderen Figuren auf den Karten, so auch, wenn Ihr die Bilder aus dem Internet ausdruckt.


Idee 2: Let’s build something!


Als Kind hatte ich einen ganzen Stall voller Pferde. Also eigentlich ein ganzes Kinderzimmer voll. Dies lag an meiner nicht gerade mangelnden Vorstellungskraft und meiner grossen Liebe zu Pferden. Und so funktionierte ich einfach Kartons in Pferde um. Mein Vater hatte nämlich immer viele unterschiedlich grosse und leere Kartons im Keller. Man mag sich womöglich fragen, wie das gehen soll und ob die Kartons nicht nachgeben würden, wenn man sich draufsetzt.


Nun, zum einen sind Kinder nicht so schwer und es gibt sehr stabile Kartons. Wenn ein Karton doch nachgeben sollte, muss man diesen mit anderen Kartons oder Klebeband verstärken. Am besten eignen sich jedoch Kartons, bei welchen die Kinder die Füsse auf den Boden stellen können. Und auf den Kartons kann man ein Pferdegesicht malen oder eines aus einem weiteren Karton schneiden und auf den Kartonkörper aufkleben oder aufstecken.


Für Letzteres sollte man als Erwachsener den Kindern helfen, denn man benötigt eine Schere oder ein Messer, da man einen kleinen Schnitt in den Karton-Körper machen muss. Es geht übrigens auch ein Stock, auf welchen man eine mit Watte ausgestopfte Socke befestigt. Und der Schweif könnten viele auf einer Seite zusammengeknotete Wollfäden sein, welche man mit Klebeband am Kartonpferd befestigt.


Und schon können die Kinder mit diesen spielen, aus Schnüren Zaumzeug basteln und Decken als Sättel benutzen. Und um es nicht zu vergessen: Ihnen sogar Namen geben. Deshalb stelle ich Euch gerne „Flecki“ vor, das Kartonpferdchen meiner Tochter.



Wem das jetzt zu ausgefallen ist, der kann aus einem Karton auch Spielfiguren für ein Puppentheater oder ein bevorstehendes Fest wie Ostern basteln. Dies geht auch zum Beispiel mit Toilettenpapierrollen. Von diesen hat bestimmt jetzt jeder sowieso genug daheim …



Oder einfach ein Haus aus einem grösseren Karton gestalten. Hierfür aber am besten auch den Kindern unter die Arme greifen, falls sie Fenster in den Karton schneiden möchten. Aber solch eine Aktivität zeigt mir auch jedes Mal aufs Neue, dass es nicht immer die teuersten Geschenke sein müssen, welche Kinder beschäftigen und Freude bereiten. Manchmal ist es auch einfach nur die Verpackung …


Idee 3: Let’s have fun!


YouTube ist aus unserem Alltag schon nicht mehr wegzudenken. Und wenn ich mich informieren will oder Inputs brauche, gehe ich gerne auf die Videoplattform und schaue auch gerne die Videos meiner Lieblings-YouTuber. Doch auch für Kinder gibt es Videos, welche lehrreich, doch auch altersgerecht sind. So kann man zusammen stöbern oder mit den Kindern eine Playlist erstellen. Das geht übrigens auch super mit Musik. Dafür muss man sich einfach via YouTube einloggen (falls man einen Account hat, was im Übrigen kostenlos ist) und dann einfach loslegen. Die Playlist kann dann abgespielt werden – für eine kleine Nachmittagstanztherapie.



Solch eine Playlist kann man aber auch bei einem der Streaminganbieter machen, wie etwa Spotify.


Idee 4: Do it yourself!


Ich weiss, diese Idee ist jetzt nicht unbedingt neu. Aber während einer Quarantäne hat man endlich Zeit, die Dinge zu tun, welche man vielleicht schon immer tun wollte, aber nie die Zeit dazu hatte. Sei es ein Musikinstrument zu lernen (Aber Achtung: Die Nachbarn sind auch zu Hause!) oder mit den Kindern zusammen Beautytage abzuhalten. Hierfür kann man die Beautyprodukte, welche man hierfür benötigt, ganz einfach selber machen. Und die meisten Sachen hat man hierfür sogar zu Hause. Zum Beispiel für eine einfache, aber effektive Gesichtsmaske. Ich liebe die einfache Zubereitung aus zwei Teelöffeln Honig und etwas Milch. Diese Masse lasse ich dann auf meinem Gesicht einwirken und fest werden, um sie danach mit einem warmen Waschlappen wieder sanft abzureiben. Danach fühlt sich mein Gesicht immer herrlich gereinigt an, vor allem, wenn ich es mit meinem Lieblingsgesichtsöl noch eincreme. Doch seid vorsichtig, falls Ihr gegen Honig oder Milch allergisch seid. Verwendet wirklich nur Produkte, welche Ihr kennt und auch vertragt.


Eine Gesichtsmaske ist aber herrlich entspannend, vor allem auch, wenn die Kinder schon im Bett sind. Dazu noch ein heisses Bad und ein anstrengender Tag geht perfekt zu Ende. Doch Badezusätze kann man auch mit den Kindern zusammen machen, denn ich denke, baden hat fast jedes Kind gerne.


Und Badekugeln lassen sich zum Beispiel sehr einfach machen. Ihr benötigt hierzu:


Natron (gibt es im Lebensmittelladen oder in der Apotheke)

Zitronensaft (aus einer frischen Zitrone oder Zitronensaftkonzentrat)

Pflanzenöl (zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Olivenöl)

Speisestärke (auch Maizena genannt)

ein paar Tropfen eines ätherischen Öls (es gehen auch zum Beispiel Kräuter oder Orangenschalen)

ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe


Nun müsst Ihr alle trockenen Zutaten zusammenmischen, inklusive ein paar Tropfen Zitronensäure, Pflanzenöl und ein paar Tropfen eines ätherischen Öls. Aber passt auf, dass sich die Masse gut kneten lässt und sie darf weder zu trocken, noch zu nass sein. Dann die Masse in ein paar Schüsseln aufteilen, um darin ein paar Tropfen von verschiedenen Lebensmittelfarben hineinzugeben. Habt Ihr keine Lebensmittelfarben daheim, gehen auch zum Beispiel getrocknete Kräuter oder Orangenschalen, die sich noch gut in der Badekugel und später im Bad machen und herrlich duften.


Dann all die unterschiedlichen Farbkombinationen in einer Kugelform zusammenpressen, je nach Lust und Laune, und darin fest werden lassen. Wenn Ihr keine solche Form habt, könnt Ihr die Kugel auch per Hand kneten und in Alufolie wickeln. Sie wird vermutlich nicht ganz so perfekt und eben sein, doch wichtiger ist ja auch der Spass – und letztlich geht es um das Badeerlebnis, welches man bestimmt haben wird.



Falls Ihr doch lieber etwas anderes mit Euren Kindern machen möchtet, hätte ich noch eine Anleitung für eine Badeknete, auch Flubber genannt, für Euch. Ich machte einmal ein Video hierzu, welches Ihr Euch HIER anschauen könnt. Auch diese Badeknete geht ganz einfach und Eure Kinder werden sicher Spass haben. Bei der Herstellung, aber auch später beim Ausprobieren.


Und wer kleinere Kinder hat, hat hier die Anleitung für eine Einfädelfigur, bei welcher die Kinder auch helfen können und dabei auch noch ihre Motorik trainieren. HIER geht es zum Video.

Idee 5: Carry me, carry you, carry a plant!


Wenn man der Pandemie etwas Gutes abgewinnen möchte, dann sicher, dass Zeit bleibt, etwas Gutes zu tun. Nicht nur, wenn man für einen betagten Nachbarn einkaufen geht und ihn damit unterstützt, sondern auch, um zum Beispiel seinen Pflanzen ein Makeover zu verpassen. Das geht übrigens auch mit der Hilfe seiner Kinder. Umtopfen, neue Sprösslinge ziehen oder mit den Kindern zusammen eine Patenschaft für eine Pflanze übernehmen – alles ist möglich und dann noch online. Von einer Baumpatenschaft für eine einheimische Pflanze bis hin zu einem Olivenbaum in südlichen Gefilden, Kinder lernen Verantwortung für etwas Lebendes (und ich finde auch Schönes) zu übernehmen.



Und wer weitere Ideen benötigt, wird zum Beispiel auf Pinterest fündig. Ich bin übrigens auch dort vor Ort: https://www.pinterest.ch/annesleben/

Und bitte informiert Euch auf der Webseite des BAG über den Coronavirus. Dort erfahrt Ihr alles Wissenswertes, so unter anderem auch, wie Ihr Euch und Eure Mitmenschen schützen könnt.


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